Polder und Kirchturm Blücher

Presseinformation

 

 

Wer hinter dem Deich wohnt, ist in der Regel ein begeisterter Elbmarscher. Man liebt die majestätisch dahin fließende Elbe. Aber, genauso gut weiß auch jeder Elbmarscher wie wichtig Deichschutz und Hochwasserschutz ist. Und dazu gehören Polder. Grund genug für die „Elbmarscher“ – Wandergruppe sich einmal für einen Polder zu interessieren!

 

Ein geeigneter Polder, ist der Polder bei Blücher und dieser liegt ganz in der Nähe von Boizenburg. Ein Probebesuch zeigt schnell an „wenig Infrastruktur – keine Information darüber ob dieses Gebiet überhaupt betreten werden darf“. Denn schließlich liegt der Polder bei Blücher mitten in einem Naturschutzgebiet. Fragen über Fragen

 

Im Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee und Flusslandschaft Elbe M-V bekommen wir Antworten mehr Antworten, als wir erhofften. „Natürlich dürfen wir den Polder besichtigen“ Eine Rangerin ist sofort bereit uns den Polder zu zeigen und seine landschaftliche Bedeutung zu erklären“. Mensch und Natur leben im Einklang. Keine übertriebenen Verbotsschilder. Auch ist man bereit uns bei der Beköstigung zu helfen. Wenn keine Restaurants vorhanden sind, sucht man eben nach Alternativen. In Boizenburg ist eine Großküche gern bereit einen Eintopf zu kochen und nach Blücher zu bringen. Im Pfarrhaus in Blücher besteht eine Möglichkeit in großer Runde zu speisen.

 

Der 17. April ist ein sonniger Tag – herrliches Wanderwetter – ca. 20 Wanderer der  Wandergruppe Elbmarsch zwischen 65 und über 80 Jahre alt brechen auf um den Polder bei Blücher zu besichtigen. 6,5 km sind zu gehen, gemütlich, ganz gemütlich geht es zu. Keine Hast, die Strecke ist geschafft ohne die geringste Anstrengung. Und  einige Naturereignisse sind zu besichtigen z.B. eine Biberburg – Herr Biber sieht sich aus einiger Entfernung die Fremdlinge sicherlich mit gemischten Gefühlen an. Über unseren Köpfen kreist ein Seeadler. Wir lassen beide in Ruhe und ziehen weiter.

 

 Am Ende angekommen, steht tatsächlich ein schmackhafter Eintopf für uns bereit, genau das richtige Essen nach dieser Wanderung. Noch schnell ein Gang durch das Dorf und wir lernen Frau Schmidt kennen, die ganz tolle Keramiken herstellt und nur ungern etwas von ihren Schätzen verkauft. Dann dürfen wir als erste Wandergruppe den restaurierten Kirchturm der Kirche in Blücher besichtigen. Die offizielle Einweihung ist erst noch vorgesehen.

 

Doch wie waren wir erstaunt, als wir zum Pfarrhaus zurückkehren. Festlich, österlich waren inzwischen die Tische geschmückt worden. Selbstgebackener Kuchen und frisch gebrühter Kaffe duften um die Wette und standen auf den Tischen für uns bereit. Wer kann da widerstehen!

 

Es war ein schöner Tag, bei dem das Wetter auch noch mitspielte. Unser Dank geht an alle Helfer.

 

Die Elbwanderer im MTV“Jahn“

Renate Steinmetz